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Verbesserungsvorschlag "Lebensarbeitszeitkonto"

Überstunden für den Vorruhestand sammeln.

In vielen Unternehmen haben Mitarbeiter die Möglichkeit Ihre Überstunden auf einem Arbeitszeitkonto kurzfristig zu sammeln. Die Überstunden können so für einen freien Tag oder vielleicht für einen frühen Feierabend am Freitag genutzt werden. In der Regel sind diese Arbeitszeitkonten tatsächlich nur für kurzfriste Sparphasen gedacht.

Es bietet sich allerdings die Möglichkeit ein längerfristiges Ansparen von Arbeitszeit einzurichten. Der Arbeitgeber kann ein sogenanntes Lebensarbeitszeitkonto anbieten. Im Prinzip ein separates Arbeitszeitkonto für langfristige Sparphasen. Der Grundsatz ist einfach: Der Arbeitnehmer überträgt geleistete Überstunden von seinem Arbeitszeitkonto auf ein zusätzliches Lebensarbeitszeitkonto. Die Überstunden werden, entsprechend des aktuellen Stundenlohns, in Geld umgewandelt und auf dem Konto geparkt. Der Arbeitnehmer hat zum Ende seiner beruflichen Laufbahn die Möglichkeit, bei vollen Bezügen, in den Vorruhestand zu wechseln. Der Zeitpunkt des vorzeitigen Renteneintritts hängt dabei natürlich von der Höhe des Lebensarbeitszeitkontos ab. Die angesparten Überstunden bzw. das angesparte Gehalt wird nun monatlich ausbezahlt.
Bucht ein Arbeitnehmer z.B. pro Monat 8 Überstunden auf das Lebensarbeitszeitkonto, so sammeln sich in 15 Jahren 1440 Überstunden an. Bei einem Stundenlohn von 20 Euro stände das Konto bereits bei 28.800 Euro. Bei Störfällen wie z.B. einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, werden angesammelte Erträge an den Arbeitnehmer ausgezahlt oder unter Umständen an den Folgearbeitgeber transferiert.

Der Vorteil für den Arbeitnehmer liegt ganz klar auf der Hand. Ein deutlich früherer Eintritt in den Ruhestand ist mit dieser Regelung ohne weiteres möglich. Phasen wie z.B. eine Elternzeit können ebenfalls mit so einem Konto überbrückt werden. Außerdem hat der Arbeitnehmer das Recht angesammeltes Kapital als eine Kapitalanlage zu nutzen. Erwirtschaftete Erträge müssen dem Arbeitnehmer ausgezahlt werden.
Auch der Arbeitgeber profitiert von diesem Lebensarbeitszeitmodell. So bindet das Unternehmen seine Mitarbeiter langfristig und stark. Außerdem neigen junge Mitarbeiter dazu Überstunden auf das Langzeitkonto zu übertragen und dem Unternehmen somit in Ihren jungen Jahren häufiger zur Verfügung zu stehen. Die VW AG gilt übrigens seit 1998 als Vorreiter einer solchen Arbeitszeitregelung.
(Daniela Keller aus Brandenburg - 25.10.2015)


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